Allergien sind ein weit verbreitetes Phänomen unter dem viele Menschen leiden. Circa 30 von 100 Personen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Allergie, die in verschiedenen Formen auftreten kann. Neben diesem Punkt gibt es jedoch auch noch die sogenannte Pseudoallergie. Hierbei handelt es sich nicht um Personen, die eine Allergie vortäuschen wollen, sondern um die Fehlinformation im menschlichen Körper, die zu dieser Situation führt.

Was versteht man unter dem Begriff Pseudoallergie?

Eine Pseudoallergie weißt äußerlich die gleichen Symptome auf, wie eine Allergie des Typs I. Dabei liegt jedoch bei der Person keine wirkliche allergische Reaktion vor. Es handelt sich hierbei mehr um eine unspezifische Überempfindlichkeit des Körpers. Das heißt, der Körper reagiert auf einen Stoff ohne nennenswerten Grund. Darüber hinaus tritt eine allergische Reaktion erst nach mehrmaligem Kontakt mit einem Stoff auf, während bei einer Pseudoallergie bereits ein einmaliger Kontakt ausreicht. Wie schwer dabei die allergische Reaktion ist, kommt auf die Dosis an. Gegenüber dem Typ I muss man also auch hier noch einmal klar differenzieren. Beim Typ I einer allergischen Reaktion, liegt meist das Wissen über den betroffenen Stoff vor, welche eine Reaktion hervorruft. Bei einer Pseudoallergie hingegen kann es vorkommen, dass hier ein Stoff plötzlich zu einer Reaktion führt. Dadurch ist es auch deutlich schwieriger zu ermitteln, welcher Stoff genau dafür verantwortlich ist. In der Regel stellen hier Personen erst nach mehrmaligem Kontakt fest, dass jener Stoff der betroffene Stoff ist, der diese Reaktion hervorruft. Auch das ist ein wesentliches Problem, welches die Pseudoallergie gegenüber der typischen oder „echten“ Allergie mit sich bringt.

Auslöser für Pseudoallergie

Auslöser für eine solche Pseudoallergie gibt es viele, die natürlich auch vom jeweiligen Körper abhängen. In den meisten Fällen sind dies Zusatzstoffe in Lebensmitteln, die hier zu einer solchen Reaktion führen. Dabei werden im Immunsystem sogenannte Histamine freigesetzt. Diese sind für die anschließende Reaktion des Körpers verantwortlich. Wie intensiv oder groß die Beschwerden für den Betroffenen anschließend sind, hängt ebenfalls vom Körper selbst ab. Hier gibt es also deutliche Unterschiede. Ganz nachdem wie stark das Immunsystem auf den gewissen Stoff reagiert. Typische Reaktionen sind hierbei Heuschnupfen, juckende Augen oder auch Nesselsucht. Dies sind allerdings nur 3 Beispiele von deutlich mehr Symptomen, die auftreten können.

 

 

Pseudoallergie erkennen

Zwischen einer Allergie und einer Pseudoallergie zu unterscheiden, ist also für die betroffene Person nicht ganz einfach. Da die Symptome sehr ähnlich sind, kann man anhand der körperlichen Reaktion nicht direkt auf eines der beiden Punkte schließen. Auffällig bei einer Pseudoallergie ist lediglich die Schnelligkeit mit der eine Reaktion hervorgerufen wird, da hier bereits ein einmaliger Kontakt ausreicht. Dennoch kann man anhand dieser Tatsache nur darauf spekulieren, um welche Situation es sich wirklich handelt. Um eine Allergie von einer Pseudoallergie also unterscheiden zu können, bleiben nur medizinische Test, um eine klare Aussage zu treffen. Bei einer solchen Untersuchung sollte man jedoch den behandelnden Arzt gleich auf seinen Verdacht einer Pseudoallergie hinweisen und welche Argumente man dafür hat. So können am Ende deutlich bessere und vor allem exaktere Ergebnisse erzielt werden. Statistisch gesehen sind deutlich mehr Menschen von einer Pseudoallergie betroffen, als von einer „echten“ Allergie. Einige Studien legen hier sogar eine enorme Zahl von 50 bei 100 Personen fest. Also 50% oder anders ausgedrückt, jeder zweite Mensch ist von einer Pseudoallergie betroffen oder hat eine solche im Laufe seines Lebens bereits einmal entwickelt. Diese Zahlen lassen sich allerdings nur bedingt durch andere Studien erneut belegen.

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